bewerbungsgespräch

Mit Haut und Haar beim Bewerbungsgespräch


Im Bewerbungsgespräch sind viele Dinge von Bedeutung: Kleidung, Fachwissen, Qualifikationen, Charaktereigenschaften und einiges mehr. Ein besonders wichtiger Punkt ist jedoch die Kommunikation, schließlich heißt es BewerbungsGESPRÄCH. Die Dialogfähigkeit ist oft eine Grundvoraussetzung für die Einstellung, denn durch ein offenes, eloquentes und seriös geführtes Gespräch schöpft man vertrauen in deine Handlungsfähigkeit. Dabei läuft die Kommunikation auf zwei Ebenen ab: nonverbal und verbal.

Die nonverbale Kommunikation

Augenkontakt: Das wichtigste, was sich Menschen gegenseitig schenken, um Vertrauen aufzubauen und Offenheit sowie Ehrlichkeit zu signalisieren, ist ein Augenblick. Trotzdem meiden zahlreiche Bewerber den Augenkontakt. Angst, Unsicherheit und Nervosität lenken den Blick auf den Boden oder zur Seite. Stop it! Ein fester Blick mit dem Gegenüber baut eine wichtige Beziehung auf.

Lächeln: Natürlich soll kein Bewerber wie eine Grinsekatze strahlen. Aber dass zahlreiche Menschen beim Vorstellungsgespräch so gar nicht Lächeln, ist absolut fatal! Lachen lockert auf, steckt an und baut ein positives Verhältnis zum Gegenüber auf.

Hängeschultern: Viele Menschen neigen zu einer geduckten, buckeligen Haltung, vor allem, wenn sie nervös werden. Das kommt leider gar nicht gut. Denke dir einen seidenen Faden, an dem du wie eine Marionette am Himmel aufgehängt bist. Kopf und Rücken gerade, Schultern und Arme auseinander, dann signalisierst du Selbstbewusstsein und Größe.

Händedruck: Männer neigen zum Händequetschen, Frauen zur elfenhaften, lockeren Hand. Eine Mischung wäre gut: Ein fester Händedruck, der auch einer Hand mit Ring am Finger nicht weh tut, ist ideal und wichtig für den ersten Eindruck.

Mit Händen spielen: Wildes gestikulieren, Haare zwirbeln und Gesicht streicheln – wenn man nervös ist geraten die Hände schon einmal außer Kontrolle. Das kannst du durch bewusstes einsetzen weniger Gesten kalkulieren.

Die verbale Kommunikation

Unternehmens- und Fachkenntnisse: Die Internetseite des potentiellen Arbeitgebers solltest du vor dem Gespräch gut studiert haben. Auch weitere Recherchen zum Unternehmen sind nötig. Du weißt genau, was die tägliche Arbeit des Unternehmens ist und worum es hier geht. Auch Fachkenntnisse zum speziellen Bereich solltest du vor dem Gespräch aneignen oder auffrischen.

Dieser Satz kein Verb: Sprechen ist nicht jedermanns Ding, aber leider ist korrekte Grammatik, eine feste Stimme, eine deutliche Aussprache und eine überlegte Wortwahl ein absolutes MUSS. Das kann man üben, auch wenn man sich dabei etwas blöd vorkommt. Egal, Smartphone an und ein Testgespräch aufnehmen!

Wer bin ich eigentlich: Die Frage nach dem eigenen Lebensweg kommt ganz bestimmt! Du solltest nicht mit Kindergarten und Schulfreunden beginnen, sondern dir genau überlegen, welche Etappen deines Lebens für das Unternehmen bedeutend sind und wie du dich am besten selbst vorstellst.

Lücken im Lebenslauf: Auf Twitter wurde zur Antwort auf die Frage „Woher kommt Ihre Lücke im Lebenslauf“ aufgefordert, dabei entstanden witzige Posts, wie: „Die Zeit war so geil, da fehlen mir heute noch die Worte um es zu beschreiben.“ oder „Da hab ich als Vampirjägerin gearbeitet!“ „Es gibt doch gar keine Vampire!“ „Ne, jetzt nicht mehr!“ Lässig-absurd kommt auch: „Ach da ist sie, ich hab sie ja schon überall gesucht!“ Das ist alles ziemlich cool. Aber ganz ehrlich? Schaut euch vorher euren Lebenslauf genau an und spürt die Lücken selber auf. Dann überlegt euch einfach vorher, was dort los war und findet diplomatische, selbstbewusste Wort dafür. Dann kann euch niemand entwaffnen!


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