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Vorbereitung zur Berufsmesse


Berufs-, Ausbildungs- oder Studienmessen haben einen entscheidenden Vorteil in der Bewerbungsphase: der persönliche face-to-face-Kontakt. Kontakte sind das A&O im Berufsleben und erhöhen die Chancen im Kampf um die Traumstelle um ein Vielfaches.  Egal, ob du auf der Suche nach Beruf, Ausbildung oder Studium bist, auf Messen präsentieren sich verschiedene Unternehmen und Institutionen, bei denen du dich bekannt machen kannst. Viele scheuen jedoch den direkten Kontakt und ziehen die unpersönliche Variante der Mail vor. Dabei können Kontaktängste mit einer guten Vorbereitung bereinigt werden.

 

Richtig vorbereitet zur Jobmesse

Vor der Messe

Wo und wann finden Messen statt und an welches Publikum richten sich die Aussteller? Als erstes suchst du dir eine Messe aus, die zu dir passt. Sicher wirst du die richtige Berufsmesse für dich finden. Bevor es dann losgeht sollte die jeweilige Messe im Internet gut studiert werden: Welche Unternehmen werden dabei sein und was steckt hinter den Unternehmensnamen? Ein Blick auf die Firmenhomepages verrät schnell, was das Tagesgeschäft ist und ob du dir eine Mitarbeit vorstellen könntest. Am besten machst du dir eine Top 10 Liste an interessanten Unternehmen und besuchst einen nach dem anderen. Zu den interessanten Ausstellern kannst du dir jetzt eine kleine Info- und Frageliste notieren, die dich durch das Gespräch leiten kann. Also: Was macht das Unternehmen, welche Stellen werden angeboten, wo sehe ich mich und welche Fragen habe ich zu einer potentiellen Stelle. Gerade Detailfragen werden geschätzt, denn sie zeigen, dass du dich schon vorher damit beschäftigt hast. So wirst du die Verantwortlichen mit deinen Hintergrundinfos überraschen und bestimmt positiv auffallen. Wenn vorher schn klar ist, auf welche Stelle du dich bewerben willst, kannst du auch direkt deine Bewerbungsmappe erstellen und abgeben, samt persönlichem Anschreiben. In jedem Fall kannst du deinen Lebenslauf samt Passbild in mehrfacher Anfertigung mitbringen und bei Unternehmen abgeben, die dich interessieren. Wenn dann noch das Outfit für den ersten Eindruck stimmt, kann nichts mehr schief gehen. Dabei kannst du dich an der Kleiderordnung beim Vorstellungsgespräch orientieren. Für die meisten Unternehmen sind weder Schlabberlook, noch gestriegelter Anzug nötig, besser einfach Jeans und Hemd/Bluse oder sonstige elegante Zusammenstellungen. Übrigens: um richtig Eindruck zu machen und einen Fuß in die Firma zu bekommen, kann man häufig schon im Vorfeld Termine mit den Kontaktpersonen auf der Messe machen. Dann sollte man sich jedoch tatsächlich umfangreich vorbereiten und eine gezielte Position im Kopf haben.

Auf der Messe
Jetzt heißt es einfach du selbst sein und freundlich, lächelnd, locker auf die Aussteller zu gehen. Vorher kannst du in deine jeweiligen Notizen spicken und dann geht´s los! Keine Angst, ganz so stressig wie im Vorstellungsgespräch ist die Situation nicht. Schließlich gilt nicht das „flop oder top“-Prinzip. Eigentlich kannst du durch deinen hinterlassenen Eindruck nur gewinnen. Im Gespräch solltest du dir unbedingt den Namen des Ansprechpartners aufschreiben, am Besten auf die Materialien, die er dir aushändigt. Außerdem gilt: Gehe besser zum Stand, wenn gerade nicht so viel los ist und man sich auf dich konzentrieren kann. Außerdem ist es vielleicht ratsam bei den „weniger wichtigen“ Unternehmen zu beginnen und zum Schluss die richtigen Favoriten anzusteuern. Dann hast du schon Übung. Denke auch daran, dass auch dein Verhalten gegenüber anderen Interessenten am Stand aufschluss über deine sozialen Kompetenzen gibt. Also immer Fairplay!

Nach der Messe
Jetzt heißt es: alle Infomaterialien nebeneinanderlegen, einzeln durchgehen und die Bewerbung direkt hinterherschießen – sofern du dich wirklich bewerben willst. Wenn noch Fragen offen sind, greif zum Telefon und berichte: „Ich hatte heute ein informatives Gespräch mit Herrn/Frau sowieso und bin an einer Stelle in dem und dem Bereich interessiert, zur Bewerbung habe ich jedoch noch ein paar Fragen….!“ Nach dem Gespräch kennen dich schon zwei Leute, die sich bei deiner Bewerbung an dich erinnern werden. Dann bloß nicht zu viel Zeit verstreichen lassen, sondern direkt auf den gerade geknüpften Kontakt Bezug nehmen, natürlich auch im Anschreiben.

Das geht auf der Messe gar nicht

Es gibt ein paar „No Goes“, die du in jedem Fall beim Ganz vermeiden solltest.

  • Bloß nicht von Stand zu Stand hetzen, ein paar Prospekte einsacken und wieder gehen. Ein intensieves Gespräch ist Gold wert, denn es kann Türen öffnen. Also nimm dir mindestens eine halbe Stunde pro Aussteller.
  • Visitenkarten verteilen und abhauen kommt ganz seltsam. Bei allen, die nicht gerade seit längerem selbstständig sind, wirkt eine Visitenkarte aufgesetzt. Besser Zeit in die Bewerbung investieren!
  • Der Reiserucksack auf dem Rücken oder der schwere Koffer an der Hand stört in jedem Falle. Wer also von außerhalb anreist, sollte das Gepäck zuvor besser in einem Schließfach oder in der Unterkunft lassen!

Viel Erfolg!


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